GEDICHT EINES SOLDATEN
Gedicht eines Soldaten

Kelten Drang ging nach dem Süden
weil sie in ihrer Art es stets vermieden
an einem Orte sich zu binden
um an anderen Orten das zu finden
was sich dem Lebensunterhalt gebot.

Steht man auf Rothaars lichten Höhn
um in dasTal hinab zu sehn
drei Bäche schlängeln sich hinab ins Tal
und durchfließen gemeinsam das Banfetal
Von einem dieser Bäche klar und hell
find man auf der Hessenburg den Quell.

Und weil man Fische drin gewahr
nannt man ihn einfach Fischelbach.
Nach diesem hat man auch den Ort benannt
wo mancher schon Erholung fand.
Fischelbach gar manchen schon beehrt
schon damals als der Fürsten Schwert
von Wittgenstein und Hohenstein
das Land durchzog ums Herschersein.

Als Zeuge von dem Herscherbraus
steht heut noch hier das Herrenhaus
und als Kultur war hochgestiegen
der Fürsten Schwerter schwiegen.
Da hatten Siedler schon in Fleiß
das Land bebaut mit ihrem Schweiß.

Gar manche Mär erzählt man heut
von Fischelbachs vergangener Zeit,
von Bohnsteins Schimmel und dem Rappen
Wo eins zwei ritterliche Knappen
den heißen Kampf begehrten
und dadurch ihren Ruhm beehrten.

Gar mancher Fleck ist heut zerschanden
wo früher eine Burg gestanden.
Den Höhen hat man wie sonst im Leben
auch allen einen Namen gegeben,
Burg, Holzbach, Eckwald, Winterseite
Jagdberg, Weberich, Eichert, Sommerseite,
Meisekippel, Stirnskopf und Ziegenrain
umschließen Fischelbach zu einem Hain.

Und gerade so wie in der Stadt
man hier besondere Namen hat.
Genannt sein Uckelweier und Chaussee
Zeu, Eichert, Hippel und Ampetzerain
geben Fischelbach ein Zusammensein
das niemals auseinanderrafft
denn hier lebt eine Dorfgemeinschaft.

Drum Wandrer nimm als Ziel der Reise
den Ort an Landschaft schönster Weise
wähl Fischelbach,Kreis Wittgenstein,
hier wird für dich Erholung sein.
Und kehrst du heim zu deinen Lieben
erzähl es laut wo du bist geblieben

„In Fischelbach Kreis Wittgenstein
soll jedermann willkommen sein.“

von Johann Walter


Der Gonderbacher Weiher