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Urkundlich wird Fischelbach erstmalig 1223 in einer Urkunde des Klosters Haina erwähnt. Der Ort wird darin als Vischilinbach bezeichnet, an dem eine Mechthild von Fischelbach einen Anteil von einem Drittel besaß.Bis zum Jahre 1307 gehörten die Ortschaften Fischelbach, Hesselbach, Sohl, Puderbach, Dietzroth, die Grube Gonderbach und Boxbach den Rittern von Breidenbach. Graf Wittekind von Wittgenstein kaufte im Jahre 1307 unseren Ort mit allen Rechten an Feld, Holz, Leuten und Eigen für 15 Mark Pfennige auf. In den folgenden Jahrzehnten wechselte Fischelbach öfters zwischen Wittgenstein und Breidenbach. Bekannt aus dieser Zeit und 1309 urkundlich erwähnt ist außerdem das Gericht Fischelbach-Puderbach, die Schulzerei in Fischelbach sowie die Mühle und die Pfarrei.
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Die Kirche Fischelbachs zählt zu den schönsten und ältesten Kirchen Wittgensteins.1309 wurde die Fischelbacher Kirche erstmalig urkundlich erwähnt. Der eigentliche Bau des ehemaligen katholischen Gotteshauses geht dieser Zeit allerdings weit voraus. Sie steht teilweise in ihren Grundmauern noch so wie damals, lediglich das Kirchenschiff wurde 1959 erweitert. An der Außenmauer des Turms in einer Nische ist heute noch die Büste des heiligen Stephanus, ein Schutzpatron der Kirche, erhalten.
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Der erste Pfarrer, der namentlich bekannt ist, war Johann Anleder im Jahre 1472. Ackerbau und Viehzucht war in dieser Zeit der Haupterwerb der Bevölkerung, außerdem arbeiteten die Männer in den Blei und Silbergruben Boxbach und Gonderbach, die jedoch später stillgelegt wurden, da man nicht weiter an das tiefer gelegene Erz heran kam. 1660 wurde das Dorf fast völlig eingeäschert, als bei einer riesigen Feuersbrunst 11 Bauernhäuser abbranten. Doch schon 1662 gab es wieder 9 Häuser in Fischelbach.1734 fand eine Umstrukturierung in der Erwerbstätigkeit statt. Durch die Förderung von Eisenerz und seiner Verhüttung im angrenzenden Siegerland wuchs dort der Bedarf an Holzkohle. Viele Fischelbacher Bauern zogen daraufhin in die Wälder um Holzkohle zu kohlen. Diese Stätten findet man auch heute noch in den umliegenden Wäldern. Dieser Strukturwandel hatte allerdings zur Folge, daß der Ackerbau und die Viehzucht vernachlässigt wurden und die Leute nach und nach verarmten.
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Um 1735 zählte Fischelbach ca. 150 Einwohner und bereits 1854 stieg die Zahl auf ca. 550 Einwohner anNachdem das 1725 erbaute Schul- und Backhaus 1832 einem Brand zu Opfer fiel, wurde es in der heutigen Form 1842 wieder aufgebaut. Seit 1889 wird dieses Gebäude allerdings nicht mehr für Schulzwecke verwendet.
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1863 folgte nun der Bau der Hauptstraße durch den Ort, und der 1850 fertiggestellte große Friedhof. Als nun 1880 die Gruben Gonderbach und Boxbach stillgelegt wurden, mußten sich viele Männer Arbeit im nahegelegenen Siegerland suchen. Der Anschluß an das Verkehrnetz erleichterte vielen Einwohnern diesen Umstand. Durch diese Einflüsse wurde Fischelbach unweigerlich geprägt. Das älteste, heute noch erhaltene Wohnhaus Fischelbachs ist das 1767 erbaute Fachwerkhaus in der Ortsmitte. 1922 wurde unser Ort an das Netz der Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen (VEW) eingebunden.Die seit 1989 ungenutzte Schule wurde durch die 1965 erbaute neue Schule ersetzt und 1977 an die neuapostolische Kirche verkauft.
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In der alten Schule sind heute der Kindergarten, der Schützenraum, der Jugendraum, der Dorfgemeinschaftsraum sowie eine Turnhalle untergebracht. Die Schützenhalle konnte 1972 ihrer Bestimmung übergeben werden. Von enormer Bedeutung für unser Dorf waren die in den 80‘er Jahren durchgeführten Modernisierungen. 1980 wurde Fischelbach, als eines der ersten Dörfer Wittgensteins, zu 90 % an die Kanalisation angeschlossen. 1985 wurde die L718 neu gebaut und dadurch die Ortsdurchfahrt endlich begradigt. Somit waren endlich einige Unfallschwerpunkte ausgelöscht.1990 wurde es durch viel Eigenleistung und ein eigens für diesen Zweck insziniertes Dorffest möglich, die 1963 errichtete Friedhofskapelle zu erweitern.
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